{"id":751,"date":"2025-05-15T19:11:00","date_gmt":"2025-05-15T19:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/?p=751"},"modified":"2025-05-15T19:36:39","modified_gmt":"2025-05-15T19:36:39","slug":"erfahrungsbericht-von-autor-thomas-kirchner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/?p=751","title":{"rendered":"Erfahrungsbericht von Autor Thomas Kirchner"},"content":{"rendered":"<p>Flauschiges Abenteuer<\/p>\n<p>Alpaka-Wanderung in Nettetal<\/p>\n<p>Die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel und schon um neun Uhr morgens zeigt das Thermometer 17\u00b0 Celsius an. Die Temperatur soll sogar bis auf 25\u00b0 Celsius steigen. Das perfekte Wetter f\u00fcr unser Abenteuer. Heute ist der Erste Mai, die Autobahn ist herrlich frei und rasch haben wir die Abfahrt Nettetal erreicht. Noch ein kurzes St\u00fcck \u00fcber die Landstra\u00dfe, und schon stehen wir auf dem Bauernhof, an dem unser flauschiges Abenteuer beginnt. Auf dem Parkplatz erwartet uns bereits eine junge Frau, die zu einem h\u00fcbschen gefilzten Hut aus Alpakawolle ein strahlendes L\u00e4cheln im Gesicht tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>\u201eIch bin Desiree\u201c, begr\u00fc\u00dft sie uns. \u201eIst das ok, wenn wir uns duzen?\u201c<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wollen wir, schlie\u00dflich vertraut sie uns f\u00fcr die bevorstehende Wanderung ihre wertvollen Alpakas an. Als alle Teilnehmer eingetroffen sind, f\u00fchrt uns Desiree entlang einer gro\u00dfen Wiese zum Gehege. Hinter dem hohen Zaun warten bereits einige der wundersch\u00f6nen Alpakas und im Hintergrund, in einem offenen Unterstand, warten drei Lamas. Neugierig und erwartungsvoll schauen sie ihre Besucher an. Es wirkt, als w\u00fcrden sie sich ebenso wie wir auf den Ausflug freuen. Desiree best\u00e4tigt meinen Eindruck. \u201eSie wissen, dass es gleich losgeht, und freuen sich schon darauf\u201c, sagt sie lachend.<\/p>\n<p>Aber erst erhalten wir ein paar wichtige Informationen, wie die freundlichen Tiere am besten zu behandeln sind. \u201eWie n\u00e4hert man sich den Tieren am besten?\u201c, frage ich Desiree. \u201eLangsam und vorsichtig\u201c, ist die Antwort. \u201eAlpakas sind Fluchttiere und schnelle, ruckartige Bewegungen machen ihnen Angst. Wenn ihr sie streicheln wollt, dann ist das ok. Anders als zum Beispiel bei Hunden m\u00fcsst ihr sie auch nicht erst an der Hand schnuppern lassen. Beim Streicheln gibt es jedoch ein Tabu. Ihr d\u00fcrft auf keinen Fall ihren Kopf streicheln. Das m\u00f6gen sie gar nicht.\u201c<\/p>\n<p>Erschrocken zieht eine Teilnehmerin ihre Hand zur\u00fcck. Das \u00fcppige, lockige Fell, zwischen den Ohren, welches wie eine zu gro\u00dfe geratene M\u00fctze wirkt, verf\u00fchrt aber auch dazu, einfach mal darin herum zu wuscheln. Aber gut, wenn sie es nicht m\u00f6gen, haben wir das zu respektieren.<\/p>\n<p>Desiree stellt uns stolz ihre Alpaka-Herde vor. Mit von der Partie sind Amaru, Yaku, Pepe, Kalimero, Pico, Sokrates und Yurak. Angef\u00fchrt wird unsere Karawane allerdings von einem Lama, der den sch\u00f6nen Namen Manolo tr\u00e4gt. Im Unterschied zu den Alpakas, deren Kopf nicht ganz bis zu meiner Schulterh\u00f6he hinaufreicht, ragt Manolo bis zu den Spitzen seiner Ohren fast zwei Meter in die H\u00f6he. Hoch aufgerichtet steht er da, ist sich bewusst, dass er unsere Truppe gleich durch die Felder am Niederrhein f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>Wir erfahren, dass jedes der Alpakas einen eigenen Charakter hat. Da ist der sechsj\u00e4hrige Yurak. Er ist das gr\u00f6\u00dfte der Alpakas und macht mit seinem hellen Fell und den fransigen Ohren einen sehr attraktiven Eindruck. Yurak ist das gef\u00fchlvollste Wesen in der Herde und wenn ihm etwas nicht gef\u00e4llt, kann er auch schon mal laut summen.<\/p>\n<p>Kalimero spielt gerne den stolzen Anf\u00fchrer. Aber nur, bis ihn etwas unsicher macht. Dann sucht er auch mal den Schutz des Menschen, der ihn begleitet. Es macht ihm aber auch Freude, sein Temperament zu zeigen.<\/p>\n<p>Sokrates macht seinem Namen alle Ehre. Desiree erz\u00e4hlt, dass er es gerne gem\u00fctlich hat. \u201eEr ist manchmal ein richtiger Couch-Potato\u201c, erz\u00e4hlt sie mit lachend. Au\u00dferdem ist er das langsamste Tier und l\u00e4uft gerne am Ende der Gruppe. Er ist elf Jahre alt. Da darf er es auch ruhiger angehen lassen.<\/p>\n<p>Mein heutiger tierischer Gef\u00e4hrte tr\u00e4gt den sch\u00f6nen Namen Yaku. Er wird in diesem Jahr sechs Jahre alt und ist noch in der Ausbildung. Noch ist er ein wenig scheu und sucht die N\u00e4he der Herde. Als Desirees Mann Frank mir den F\u00fchrstrick in die Hand legt, f\u00fchle ich mich dem kuscheligen Wesen an meiner Seite gleich sehr verbunden.<\/p>\n<p>Conny darf Amaru auf unserer Wanderung begleiten. Amaru, ebenfalls fast sechs Jahre alt, ist ein sehr aufmerksames Tier und hat alles im Blick. Besonders f\u00e4llt uns sein ausgesprochen h\u00fcbsches Gesicht auf. Das schwarze und wei\u00dfe Fell auf der Ober- und Unterseite seiner Schnauze steht in sch\u00f6nem Kontrast zueinander. Zwischen seinen Ohren ist das Fell hellbraun und wei\u00df gefleckt. Das verleiht ihm etwas ausgesprochen Pfiffiges. Genau das richtige Alpaka f\u00fcr Conny, f\u00fcr die unser Ausflug ein Geburtstagsgeschenk ist.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich macht sich unsere Karawane auf den Weg. In einer Reihe hintereinander laufend verlassen wir den Hof und bekommen zum ersten Mal einen Eindruck davon, dass unsere Gef\u00e4hrten ganz eigene Pers\u00f6nlichkeiten sind. Vor mir wird Yurak gef\u00fchrt und Yaku sucht immer wieder die N\u00e4he, r\u00fcckt ihm auf der Suche nach Schutz regelrecht auf die Pelle. Amaru, der mit Conny hinter mir l\u00e4uft, schaut immer wieder keck an Yakus Hinterteil vorbei und kommt mir dabei ganz nahe.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Einweisung haben wir erfahren, dass wir immer auf der linken Seite unserer Begleiter gehen sollen. Der Grund ist einfach. Alpakas sind, wie bereits erw\u00e4hnt, Fluchttiere.<\/p>\n<p>Ihre Augen sind nicht wie bei uns Menschen nach vorn gerichtet, sondern sitzen seitlich am Kopf. Dabei schauen sie mit dem rechten Auge, ihrem Fluchtauge, nach hinten. Auf der linken Seite des Kopfes sitzt das Sicherheitsauge. Damit behalten sie alles vorne im Blick. F\u00fchrt man sie auf der linken Seite, k\u00f6nnen ihnen Dinge, die hinter ihnen geschehen, keine Angst machen.<\/p>\n<p>Einen ersten spannenden Augenblick erleben wir bereits nach wenigen Minuten. Zum Gl\u00fcck hat Desiree uns vorgewarnt. W\u00e4hrend unsere kleine Karawane im strahlenden Sonnenschein dahin trottet, erreichen wir inmitten der Felder eine Abzweigung. Hier f\u00fchrt ein sandiger Weg nach links. Der Sandboden wirkt unwiderstehlich auf unsere tierischen Begleiter. Sie legen sich in den Sand und w\u00e4lzen sich voller Hingabe darin herum. Erst als das ganze Fell gr\u00fcndlich mit Staub bedeckt ist, stehen sie wieder auf. Yaku r\u00fcckt wieder an mich heran und sch\u00fcttelt sich ein klein wenig. Wie sch\u00f6n, dass mein treuer Gef\u00e4hrte sein Gl\u00fcck mit mir teilt. Denn auch ich stehe pl\u00f6tzlich in einer Staubwolke.<\/p>\n<p>Das Gl\u00fcck w\u00e4hrt, bis in den Augen der Alpakas eine vermeintliche Gefahr auftaucht. Weit entfernt, am Ende des Weges, steht die dunkle Silhouette eines Traktors am Feldrand. Eine leichte Unruhe ist in der Herde zu sp\u00fcren. Dann taucht auch noch der Kopf eines Hundes hinter dem Traktor auf. Doch dank Desirees freundlicher Bitte nimmt der Besitzer sein Tier aus dem Blickfeld und wir k\u00f6nnen beruhigt weitergehen.<\/p>\n<p>Eine Weile sp\u00e4ter wenden wir uns an einer Weggabelung nach rechts. Hier erstreckt sich auf der rechten Seite des Weges auf etwa einhundert Metern eine hohe Hecke, die den Blick auf das dahinter liegende Feld versperrt. Wir folgen Desirees Bitte und f\u00fchren unsere Alpakas an die linke Seite des Weges. \u201eDie dunkle Hecke macht den Tieren Angst\u201c, erfahren wir. Und tats\u00e4chlich sind unsere Begleiter mit einem Mal unruhig. Halb verborgen liegt im Geb\u00fcsch eine gro\u00dfe, schwarze Plastikt\u00fcte. Das dunkle, unbekannte Etwas wirkt Furcht einfl\u00f6\u00dfend auf sie.<\/p>\n<p>Ein wenig \u00e4ngstlich lassen sie sich daran vorbeif\u00fchren. Es hat etwas Magisches an sich, neben solch einem friedlichen Gesch\u00f6pf zu laufen. Yaku sucht immer wieder den K\u00f6rperkontakt. Es ist ein Genuss, mit der Hand in das dichte, weiche Fell zu greifen und dem Tier so nahe zu sein. Durch Yakus N\u00e4he sp\u00fcre ich einen tiefen Frieden in mir.<\/p>\n<p>Beinahe so, wie auf einer meiner vielen Pilgerreisen \u00fcber Spaniens Jakobswege. Dann zieht \u00fcber uns ein kleiner Raubvogel seine Kreise. Doch selbst Yurak, der laut Desiree in solchen F\u00e4llen gerne mal warnende Laute von sich gibt, bleibt davon unbeeindruckt. Ich freue mich, dass die Tiere wegen des Raubvogels keine Angst versp\u00fcrt haben. Dennoch h\u00e4tte ich gerne einmal geh\u00f6rt, wie sich die Stimmen der Alpakas anh\u00f6ren. Unsere Wanderung ist n\u00e4mlich bisher fast lautlos verlaufen.<\/p>\n<p>Nach fast eineinhalb Stunden erreichen wir wieder den Bauernhof. Desiree hat uns f\u00fcr die R\u00fcckkehr eine \u00dcberraschung versprochen. Wir gehen mit unseren Begleitern in den Pferch, und die Tiere d\u00fcrfen auf die angrenzende Wiese laufen. Dann dr\u00fcckt Desiree Conny einen Gartenschlauch in die Hand. Wir d\u00fcrfen die Alpakas duschen.<\/p>\n<p>Mit sichtlichem Genuss geben sich die Tiere der Erfrischung hin. Auch wenn fast jedes Alpaka etwas von der Dusche abbekommen m\u00f6chte, gehen alle respektvoll miteinander um. Zwar dr\u00e4ngen sie sich aneinander, aber sie schubsen sich nicht weg. Es sind sanfte Tiere, deren N\u00e4he wir heute sp\u00fcren durften. Mit einem tiefen Gef\u00fchl des Gl\u00fccks, das wir nach diesem flauschigen Abenteuer versp\u00fcren, machen wir uns auf den Heimweg.<\/p>\n<p>Alpakas stammen urspr\u00fcnglich aus S\u00fcdamerika. In Peru leben etwa 3,5 Millionen dieser sanften Tiere. Dank tierliebender Menschen wie Desiree und Frank muss man sich aber nicht auf die weite Reise begeben, um diese zauberhaften Wesen einmal aus der N\u00e4he kennenlernen zu k\u00f6nnen. Es reicht ein kurzer Ausflug ins Internet, wo man unter der Adresse www.Dycker-Alpakas.de einen Termin f\u00fcr eine Wanderung buchen kann. Auch Kindergeburtstage, bei denen die sanften Tiere mit dabei sind, bietet Desiree an. Wer sich die Tiere vorab einmal anschauen m\u00f6chte, kann das auf Instagram unter Dycker_Alpakas tun.<\/p>\n<p>Kaum zu glauben, aber mit ihren Alpakas besucht Desiree auch Senioren in einem nahegelegenen Seniorenheim. Dort bereitet sie den \u00e4lteren Menschen regelm\u00e4\u00dfig eine tierische Freude.<\/p>\n<p>Wer sich ein besonderes Erlebnis g\u00f6nnen oder einem lieben Menschen eine au\u00dfergew\u00f6hnliche \u00dcberraschung bereiten m\u00f6chte, hat bei den Dycker Alpakas die Gelegenheit dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Flauschiges Abenteuer Alpaka-Wanderung in Nettetal Die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel und schon um neun Uhr morgens zeigt das Thermometer 17\u00b0 Celsius an. Die Temperatur soll sogar bis auf 25\u00b0 Celsius steigen. Das perfekte Wetter f\u00fcr unser Abenteuer. Heute ist der Erste Mai, die Autobahn ist herrlich frei und rasch haben wir die Abfahrt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-751","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unsere-gefaehrten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=751"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/751\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":758,"href":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/751\/revisions\/758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dycker-alpakas.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}